Vom Anzeigenverkäufer zum Anzeigenberater – Berufsbezeichnung im Wandel

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Anzeigenberatung für Printmedien
– gut verkauft oder besser beraten?

Was eine klei­ne Umbenennung doch bewir­ken kann. Nach einem „Anzeigenberater“ sucht man im „Berufenet“ der Agentur für Arbeit ver­geb­lich. Angezeigt wird statt­des­sen der Beruf des Anzeigenverkäufers, der für Amtsblätter eben­so tätig wer­den kann wie für Medienblätter. Doch die Medien selbst spre­chen im Hinblick auf ihre Mitarbeiter lie­ber von Anzeigenberatern. Um genau um die­sen fei­nen Unterschied soll es in die­sem Artikel gehen. Schließlich sind bera­ten und ver­kau­fen zwei unglei­che Brüder, die bes­ten­falls ein klei­nes Stück des Weges zusam­men­ge­hen.

Die Anzeigenberatung. Zwei Namen für eine Tätigkeit

Dass die Verwechslung kei­ne Seltenheit und auch in Fachkreisen üblich ist, zeigt die Berufsbeschreibung „Anzeigenberater“, die sich bei­spiels­wei­se im Nachrichtenmagazin Focus online fin­det. Diese gleicht der Tätigkeitsbeschreibung, wie sie die Arge für den Anzeigenverkäufer online stell­te. In ers­ter Linie geht es um den „Verkauf von Werberaum in Print- und elek­tro­ni­schen Medien“. Aber auch um die Beratung dar­über, „wel­che Schriften, Logos oder Fotos der Werbekunde […] ver­wen­den soll­te, um die Zielgruppe zu errei­chen.“ Der Anzeigenberater wäre dem­nach für die Kundenakquise und -bera­tung, die sach­kun­di­ge Gestaltung der Anzeige, den Verkauf und vie­le wei­te­re Tätigkeiten gleich­zei­tig ver­ant­wort­lich. Eine offi­zi­el­le Ausbildung zum Anzeigenberater gibt es nicht – den Anforderungen ent­spre­chend müss­te er kauf­män­ni­sche Kenntnisse eben­so mit­brin­gen wie gestal­te­ri­sche und kom­mu­ni­ka­ti­ve Fähigkeiten. Die meis­ten die­ser Voraussetzungen erfül­len Anzeigenverkäufer auch. Gleich, ob sie für Tageszeitungen oder Monatspublikationen arbei­ten. Nur eben eine nicht, jene, die mir am wich­tigs­ten erscheint: Sachkenntnis in Bezug auf die wer­be­wirk­sa­me Gestaltung einer Anzeige.

Anzeigenberater und Anzeigenverkäufer
sind auf Provisionen angewiesen

Anzeigenberater sol­len in ers­ter Linie Werberaum ver­kau­fen, in Gemeindezeitungen eben­so wie in Tageszeitungen. Davon leben näm­lich die meis­ten Printerzeugnisse. Die Anzeigenverkäufer selbst kön­nen davon nur gut leben, wenn sie mög­lichst viel Anzeigenfläche über Ihre Anzeigenberatung ver­kau­fen, da die Honorierung zumeist auf Provision erfolgt. Schaut man sich Stellenausschreibungen für Anzeigenberater an, so kann man dem Einfallsreichtum von Redaktionen und Verlagen, die­sen Umstand geschickt zu umschrei­ben, nur Respekt zol­len.

Von einem „varia­blen Gehalt“ ist da die Rede, oder von „leis­tungs­ori­en­tier­ter Bezahlung“. Von „inter­es­san­ten Einkommensmöglichkeiten“ und – Sprache ist dehn­bar – von „lebens­na­hen Provisionsmodellen“.

Im Prinzip heißt das nichts ande­res als: Wer nichts oder nicht gewinn­brin­gend ver­kauft, ver­dient auch nichts. Und da ist es neben­ge­ord­net, ob der Anzeigenverkäufer für die IHK-Zeitung, für Verbandszeitschriften oder für als seri­ös ein­ge­stuf­te Nachrichtenmagazine tätig wird.

Kann ein Anzeigenverkäufer Sie wirklich unabhängig beraten?

Verkaufen und Gewinn erzie­len wol­len wir alle. Auch Sie und ich müs­sen Rechnungen beglei­chen und haben dar­über hin­aus gern noch ein paar Reserven auf der Bank. Die Frage ist nur, wie kann ein Anzeigenverkäufer Sie unab­hän­gig bera­ten, wenn er unter dem Druck steht, sei­ne Provision erzie­len zu müs­sen? Wie hoch die­ser Druck ist, wird deut­lich, wenn man in Foren und beruf­li­chen Netzwerken Diskussionen ver­folgt, in denen es um genau die­se Thematik geht. Wie maxi­miert eine Tageszeitung ihre Gewinne durch Anzeigenverkäufe? Der Tonfall geht da rasch in ein rüdes Bellen über. Und ganz unten in der Kette sitzt als Befehlsempfänger der arme Knochen Anzeigenverkäufer. Funktioniert er nicht, dann raus damit – so die übli­che Empfehlung.

Höher, größer, teurer ist nicht verkaufsfördernd!

Noch ein­mal: Ich will hier weder einen Berufsstand ver­un­glimp­fen noch Kapitalismuskritik üben. Beides liegt mir fern. Was mir nahe geht, sehr nahe, denn ich übe mei­nen Beruf mit Sachverstand und Leidenschaft aus, ist, was ich Tag für Tag als Ergebnis vor mir lie­gen sehe. Schlecht gestal­te­te Anzeigen, die eben nur dazu da sind, Flächen zu fül­len. Werbeflächen. Die sich weder ver­kaufs­stei­gernd noch Image för­dernd noch sonst irgend­wie als wirk­sam erwei­sen wer­den. Je grö­ßer, des­to bes­ser, scheint die ein­zi­ge Devise, nach der die­se Anzeigen gestal­tet wer­den. Der Rest ver­sinkt im trost­lo­sen Einerlei der Druckerschwärze.

Anzeigenberater mit Kenntnissen in
Anzeigengestaltung sind die Ausnahme!

Anzeigenberater sind Anzeigenverkäufer. Ihre Qualifikation bemisst sich nicht an ihrer Sachkenntnis in punc­to Anzeigengestaltung. Auch hier­über geben die Stellenausschreibungen deut­lich Auskunft. Wird nach Anzeigenberatern gesucht, so sol­len die­se regel­mä­ßig fol­gen­des Profil vor­wei­sen: Erfahrung in Vertrieb und Verkauf, kauf­män­ni­sche Ausbildung, siche­res und über­zeu­gen­des Auftreten, Verhandlungsgeschick. Eventuell kom­men noch Sprach- oder Softwarekenntnisse hin­zu, häu­fig wird aber auch Quereinsteigern ohne spe­zi­fi­sche Kenntnisse ein „ver­lo­cken­des“ Angebot offe­riert. Eine Stellenausschreibung für Anzeigenberater, in der Erfahrung in der Gestaltung von Anzeigen gefor­dert wür­de, gehört zu den abso­lu­ten Ausnahmen. Und dar­in besteht aus mei­ner Sicht das eigent­li­che Ärgernis für den Kunden, der viel Geld in eine Anzeige inves­tiert, mit der er letzt­end­lich mehr schlecht als recht bera­ten ist.

Effektive Anzeigengestaltung ist das Gegenteil
von flächenfüllendem Abverkauf!

Wie gesagt, es geht mir nicht dar­um, einen Berufsstand schlecht­zu­re­den. Denn der Anzeigenverkäufer, der sei­nen Kunden zu groß­spu­ri­gen Inseraten rät, in denen ein über­di­men­sio­na­les Logo oder ein schlecht gewähl­tes Bild von wich­ti­ge­ren Inhalten ablenkt, macht ja im Prinzip alles rich­tig. Im Sinne sei­nes Vorgesetzten und zuguns­ten sei­ner Provision jeden­falls. Nur erwar­ten Sie als Kunde eben etwas ande­res. Dass er in Ihrem Sinne han­delt! Anders gesagt: Auch ein Anzeigenberater kann nicht gleich­zei­tig zwei Herren die­nen. Entweder er berät Kunden und gestal­tet deren Vorstellungen fol­gend und zu deren Nutzen wer­be­wirk­sa­me Inserate. Oder er will vor­ran­gig Werbeflächen ver­kau­fen.

Dies ist einer der Gründe, wes­halb ich mich schon vor mehr als zwei Jahrzehnten für eine frei­be­ruf­li­che Tätigkeit ent­schie­den habe. Seit 1991 erhal­ten Kunden und Interessenten unver­bind­li­che, seriö­se, ver­lags­neu­tra­le und pro­fes­sio­nel­le Beratung für ihre Anzeigenwerbung.

Unabhängig von der Größe der geplan­ten Anzeige, dem Anzeigenbudget, der Branche oder der Printpublikation! Haben Sie bis­her ergeb­nis­los Kleinanzeigen geschal­tet, nach einem Mitarbeiter gesucht oder Ihr Produkt/Ihre Dienstleistung zu ver­kau­fen ver­sucht? Anzeigengestaltung ist so viel mehr als Werbeflächen fül­len! Sprechen Sie dar­über. Mit einem Anzeigenspezialisten, der Ihnen gewiss kein X für ein U ver­kauft. Mit mir.

Sie errei­chen mich täg­lich von 8 bis 20 Uhr über Telefon 0 99 05 – 707 85 80. Ich freue mich von Ihnen zu hören, rufen Sie jetzt an! Alternativ kön­nen Sie sich vor­ab gra­tis, unver­bind­lich und spam­frei mit mei­nem „Spezialdossier Anzeigenwerbung“ ver­traut machen.

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Austragen ist jeder­zeit hier mög­lich.